Contract Killer

Posted by Hon-Bon Lee On Juni - 20 - 2011

“Contract Killer” hat mittlerweile laut Android-Market zwischen 1 bis 5 Millionen Installationen, das Spiel fesselt mich täglich seit über 2 Wochen, also muss ein Review her!
Ich hoffe, daß mein erstes Review hier für euch interessant wird. :)

Die alte Garde unter uns Gamern errinnert sich noch an die Reihe an First Person-Arcade Shootergames, wo man einfach einen Fadenkreuz per Maus steuerte und losballern kann. Sei es humanoide Feinde in Kriegsschauplätzen, Aliens oder Gegenstände wie Dosen. Contract Killer hat hier Ähnlichkeiten  zu diesen Shootern, wobei es kein Rail-Shooter ist wie zum Beispiel die Automaten-Umsetzungen wie die Operation W*lf-, House of the Dead- oder Time Crisis-Reihen. Die Levels bzw. Gebiete in Contract Killer scrollen nicht, der Spieler ist nämlich ein Scharfschütze. Als professioneller Scharfschütze versteckt dieser sich natürlich so gut es geht und rennt nicht wie ein Actionfilm-Held durch die Gegend herum. Vom Hausfenster aus hat ein Scharfschütze nunmal seinen begrenzten Blickradius zum Ort des Geschehens.



Als angehender Profi-Sniper werden die Aktionen mit einer Stadtkarte (Google Maps lässt grüßen) geplant. Hier sieht der Spieler Icons auf der Map für den Waffenladen, Versteck, Informanten (gibt Aufträge bzw. Storyline-Missionen) und natürlich die jeweilige Stelle des angenommenen Auftrags. Das Grundprinzip läuft folgendermaßen ab, per Touch auf den Informanten, dann scrollt die Map zur Auftragsstelle mit einer Beschreibung des Auftrags und Angaben zum Auftragslohn sowie Energieverbrauch.

Als Scharfschützen-Neuling fängt der Spieler mit einem einfachen Jagdgewehr an, immerhin ist ein stufenlos zoombares Zielfernrohr bereits angebracht. Im Verlauf des Spiels erhält man durch erfolgreiche Aufträge viel Geld und damit kann man im Shop weitere Schusswaffen erkaufen, z.B. Pistolen, Automatik- und bessere Scharfschützengewehre. Der Ingame-Store bietet auch natürlich passende Munitionsarten für die jeweiligen Waffen an, ebenfalls braucht der Scharfschütze hin und wieder mal Verbandskästen für seine Verletzungen oder Futter für mehr Energie. Für jeden Auftrag wird Energie verbraucht, hat man keine Energie mehr, so  muss man entweder warten oder mit Essensrationen aus dem Shop nachhelfen. Die Aufträge sind zwar nicht extrem abwechslungsreich (es ist und bleibt ein Arcade-Shooter), aber es wird bemüht Abwechslung reinzubringen. Meistens muss man nur einen immer namentlich genannten “Boss” ausschalten, mal zuerst seine Bodyguards oder andersrum. Hin- und wieder gerät man in einem Hinterhalt oder bereits in den anfänglichen Missionen wird man dazu gebeten einen “Tranquilizer”-Gewehr zu kaufen, das ist ein Scharfschützengewehr mit Betäubungspfeilen, welches für bestimmte Aufträge vonnöten sein wird..nun begeben wir uns mit einem lukrativen Auftrag und voller Ausstattung unter den Ärmeln zum Auftragsgebiet!

Die Levels bzw. Auftragsgebiete sind in 3D mit kleinen netten grafischen Details wie dampfende Abflussschächte oder herumfahrende Autos auf den Strassen…achja, Zivilisten mit Bleikugeln verletzen führt immer zum Abbruch des Auftrags. Automatisch, je nach Level/Auftragsgebiet startet man an einem Fenster oder hinter Lagerkisten mit einer guten Übersich aufs Geschehen. Links-unten vom Screen haben wir ein Touchbutton fürs Zielfernrohr benutzen, darüber eins für Verstecken/Deckung nutzen und ein Button für Verbandskasten benutzen bei Schussverletzungen. Auf der gegenüberliegenden Seite des Screens ist ein Waffenwechsel-, darunter Schiessenbutton und ein praktischer Slider für Zoomen kommt zum Vorschein , sobald man das Zielfernrohr benutzt. Die Steuerung des Zielens erfolgt intuitiv per Touchscreen-Wischen aka Swyping, natürlich ausserhalb der Actionbuttons. Übrigens gibts noch einen praktischen Actionbutton “Steady”. Hiermit hält der Scharfschütze kurz seinen Atem an um das Gewehr ruhiger halten zu können. Scharfschützengewehre sind sehr durchschlagskräftig, die Pistolen, Shotguns und Automatikgewehre sind für nähere Ziele gedacht. Jede Waffen hat seine Eigenschaften in z.B.: Reichweite, Munition und Durchschlagskraft.

Zwar wird man immerwieder die gleichen Levels sehen, aber alle paar Levels (Spieler bekommt Erfahrungspunkte für erfolgreiche Aufträge) kommen neue Informanten, Auftragsgebiete und Waffen hinzu. Auch die Storyline wird dann weitererzählt. Das Spiel verkürzt durch recht akzeptable Ladezeiten z.B.: das Warten auf den Bus oder Bahn. Man wird auch bisschen davon abgehalten süchtig zu werden, denn jede Auftragsannahme verbraucht “Energie”, diese lädt sich mit Ablauf der realen Zeit wieder auf (ähnlich typische Facebook-Games). Wie die meisten Gratis-Games kann man Credits mit Echtgeld kaufen, neben Essensrationen für Energie auffüllen sind weitere exklusive Waffen im Store dadurch erwerbbar. Nettes Feature von Glu: Durch Installation und Start bestimmter gratis-Spiele der Firma erhält man weitere Credits gratis hinzu. Bitte im ingame-Store genau die Bedingungen durchlesen, weil diverse gratis Credits nur durch Erwerb eines anderen Apps vergütet werden.

Das Spiel Contract Killer ist gratis im Android-Market erhältlich, der gesamte ingame-Text ist Englisch und dürfte heutzutage für Gamer kein Hindernis mehr sein. Dafür dass das Spiel gratis ist, ist auf der Stadtkarte und im ingame-Shop von Contract Killer eine kleine Werbung zu sehen. Im 3D-Actionteil ist netterweise keine Werbung eingeblendet. Beim ersten Spielstart wird man gebeten Spielinhalte runterzuladen, die Masse von ca. 250 MB spricht für die recht ansehnliche Grafik der Levels. Der Sound ist in Ordnung und bisher sind keine Spielabstürze während des Spielens vorgekommen. Im Hintergrund läuft immer ein Prozess vom Contract Killer, ich vermute es wird für die Energie-Berechnung benötigt. Einigen Foren nach würde das Spiel bei älteren Single-Core Androiden ruckeln. Mit meinem Dual-Core Androiden konnte ich keinen einzigen Ruckler finden *g*

In der Kalenderwoche 23 gab es ein Update. Damit wurde das Waffenarsenal erweitert, IPF-Pistole als Geschenk für die v1.0 Spieler, viele OpenFeint-Achievements, in der Deckung kann man nun aus dem Zoom-Modus gehen und somit Waffe wechseln, ein Button wurde hinzugefügt damit man jederzeit manuell die Waffe nachladen kann und kleinere Bugfixes bezüglich Balancing und Performance sind inklusive.

Fazit:
Positiv:
– tolles Sniper-Game,  suchterregend, kostenlos

Negativ:
– gelegentliche Grafikfehler (unsichtbare Gegner bei circa mehr als 8 Gegner auf dem Schirm, sobald welche erledigt sind, ist der nächste für den Spieler sichtbar)
– seltene Startprobleme, möglicherweise wegen Androidversion/Firmware

Oh, ich habe wohl mittlerweile wieder genug Energie für Aufträge gesammelt…tschüss! ;-)

Testgerät: LG P990 Optimus Speed
Androidversion: 2.2.2
Spielversion: 1.1.0

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